Häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über Pilze

1 – Warum ist der kontrollierte Anbau bei Pilzen so wichtig?

Pilze sind in der Lage, alles Organische aufzuspalten und in ihrem Mycel und Fruchtkörper abzuspeichern. Wird der Pilz auf ein kontaminiertes Substrat angebaut oder mit kontaminiertem Wasser versorgt, wird er diese Kontamination aufnehmen und abspeichern – und das in konzentrierter Form. Deshalb ist es so wichtig, dass das Wasser, das Substrat und die Auszugsmedien unter strengen Auflagen kontrolliert und verarbeitet werden. Nur so hat man die Garantie, dass man ein wirklich sauberes und gesundes Endprodukt erhält – für gesunden Genuss.

2 – Warum ist es so wichtig, auf welchem Substrat die Pilze wachsen?

Pilze sind deswegen so einzigartig, weil sie in der Lage sind, alle komplexen organischen Verbindungen aufzuspalten. Diese aufgespaltenen chemischen Verbindungen werden dann vor allem im Fruchtkörper konzentriert abgelagert. Dies bietet unglaubliche Möglichkeiten beispielsweise im Bereich der natürlichen Reinigung von kontaminiertem Erdreich, stellt aber ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Lebensmittelproduktion dar. Ist also das verwendete Substratmaterial oder Wasser nicht hundertprozentig sauber und BIO zertifiziert, werden die Verunreinigungen mit großer Wahrscheinlichkeit im Fruchtkörper abgespeichert.

3 – Sind Pilze aus der freien Natur besser oder schlechter als Pilze aus dem Labor/Zuchtraum?

Das kann man nicht so einfach beantworten. Es kommt darauf an, wo Pilze gegebenenfalls in der Natur gesammelt werden, beziehungsweise in welchem Labor, auf welchen Substraten und mit welcher Genetik gezüchtet wird. Für die beliebtesten Waldpilze besteht jedoch die Laborvariante gar nicht. Der Steinpilz und Eierschwammerl, sogenannte Mykorrhiza Pilze, lassen sich beispielsweise nicht im Labor züchten.

4 – Sind nicht alle BIO Pilzprodukte gleich?

Absolut NEIN. Auch BIO deklarierten Produkte sind zumindest kritisch zu hinterfragen. Dies betrifft vor allem die Pilzzüchter, die fertig beimpfte Substrat-Säcke aus dem Ausland bezogen. Die häufig bereits fertig im Ausland gebrüteten Substratsäcke werden dann nur mehr in Österreich für die Fruchtung aufgestellt und abgeerntet. Dieser Umstand erschwert die Kontrolle auf die BIO-Eignung.

5 – Wie kann ich überprüfen, ob BIO deklarierten Produkte auch wirklich solche sind?

Da hilft nur das Nachfragen beim Hersteller, welche Prozesse der Herstellung im Zuchtbetrieb hausgemacht sind und woher die diversen Materialien wie Wasser, Substrat und Pilzmyzel herkommen. Kein seriöser BIO Produzent hat ein Problem damit, die Herkunft seines Materials und Details des Produktionsprozesses nachzuweisen.

6 – Wie finde ich den “richtigen” Vitalpilz für mich?

Arzt, TCM-Arzt, Mykotherapeut, Ernährungsberater und gründliche Recherche geben eine Richtung vor. Einer der Vorteile der bekannten, zurzeit am Markt befindlichen Pilze, ist dass es keine bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen gibt. Dazu sind die meisten Mikronährstoffe, von deinen einige in beträchtlichen Konzentrationen vorkommen, meist in Vorstufen enthalten, was sich auf die Bioverfügbarkeit und die Assimilationsquote auswirkt.

7 – Woher stammt das Wissen über die Vitalpilze?

In Japan und China werden die Vitalpilze seit langem geforscht. Manche Pilze werden dort seit mind. 1000 Jahren traditionell verwendet und sind das Objekt diverser wissenschaftlichen Studien und der bereits zugelassenen oder eingehenden Patent-Projekten. Im Westen starteten vor allem in den USA Anfang der 2000er Jahre diverse Studien – vor allem über den Reishi (glänzender Lackporling, Ganoderma lucidum), die Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor), Igelstachelbart (Hericium erinaceus), Raupenpilz (Cordyceps sinensis), aber auch diverse andere Pilzarten. Was auch hier in Europa in den letzen Jahren genauer erforscht wird, sind Stoffe wie die Polysacchariden (Polysacchasridpeptid, Beta Glucane, etc) oder Tripertene etc. Genau diese angeführten Stoffe kommen in der natürlichen Form und oft in hoher Konzentration in den Vitalpilzen vor.

8 – Welche unerwünschten Nebenwirkungen können bei Vitalpilzprodukten auftreten?

Eigentlich so gut wie keine. Der meist unerwünschte Gewöhnungseffekt auf das konzentrierte, rohe Chitin sind Blähungen. Diese verschwinden jedoch nach einiger Zeit, sobald sich der Körper an diese Art der Ballaststoffe gewöhnt hat. Für den Fall dauerhafter Blähungsprobleme haben wir im Angebot auch die Chitin-freie, konzentrierte Flüssigextrakte im Angebot. Diese hochkonzentrierte Flüssigextrakte (Essenzen) werden mittels einzigartiger, innovativer Technologie “sogenannte “Dual-Extraktion” aus dem Vitalpilz gewonnen.

9 – Welchen Stellenwert haben Pilze derzeit in Österreich?

Die Frischpilz-Eigenversorgungsquote in Österreich liegt derzeit bei 6%, bei einem Pro-Kopf-Jahresverbrauch von durchschnittlich 4 Kilogramm. Gleichzeitig besteht eine stetig zunehmende Nachfrage nach Vitalpilzen in Form von Nahrungsergänzungsmittel.

10 – Wie können Pilze zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen?

Bei 95% aller Nutz- und Zierpflanzen verbessert der Einsatz von Mykorrhiza das Wurzelwachstum, die Nährstoffaufnahme, das Blattwachstum, die Blühkraft und Ernteerträge und gleichzeitig wird der Umsetzungsschock, der Wasser- und Düngerverbrauch sowie Stress durch Dürre verringert. In Kalifornien werden bereits über 50 Prozent des angebauten Weines mit Mykorrhiza versehen. Die Steigerung an Qualität und Quantität ist signifikant, bei gleichzeitiger Reduktion von Kosten und Umweltbelastung durch Kunstdünger und Insektizide. In unserem Onlineshop MYKOTHEKE (www.mykotheke.at) finden Sie Mykorrhiza-Produkte für Hobby- und Profianwender in vier unterschiedlichen Arten an: als Granulat, Pulver für Flüssiglösung (Soluble), Samenimpfstoff und in Tablettenform.

11 – Warum sind japanische und chinesische Medizin soweit vor uns im Bereich Anwendung und Erfahrung mit Vitalpilzen?

Nicht nur Japan und China haben eine lange Tradition der Verwendung von den Vitalpilzen. Auch wir hatten diese. Jedoch wurden in unserer Kultur die Pilze lange Zeit dämonisiert und die Pilzangst geschürt, wodurch das Interesse an Pilzen und ein großer Teil des wertvollen Wissens über die Pilze in Europa verschwand.

Über MOONAMAR-Produkte

1 – Was ist der Unterschied zwischen Frischpilzen und Pilzprodukten?

Frischpilze werden vor Ort in unserer Pilz-Farm frisch geerntet und vor dem Verkauf maximal einen Tag gelagert. Nur so kommt man in den Genuss des vollen Geschmacks und des gesamten Spektrums an Mikronährstoffen. Zu lange Lagerung führt meist zu Oxidationsprozessen, welche die Inhaltsstoffe, Geschmack und Aussehen des Frischpilzes beeinträchtigen. Vitalpilzprodukte in Form von getrockneten Pilzen, Pilz-Extrakten oder in Pulverform enthalten auch die wichtigen Inhaltsstoffe der Pilze und haben eine wesentlich längere Haltbarkeit. Diese Produkte sind als Nahrungsmittel oder als Nahrungsergänzungsmittel deklariert und können auch über unseren Webshop “MYKOTHEKE” bezogen werden.

2 – Warum sind die Trockenpilzprodukte relativ teuer?

Das liegt daran, dass der meistverwendete Pilz für die Trockenpilzprodukte (wie veganes Trockenfleisch und Umamigewürz) der Shiitake Pilz ist. Dieser hat als Frischpilz bereits einen relativ hohen Preis, da er mindestens neun Wochen Brutzeit benötigt. Nach der schonenden Trocknung bleiben dann von 300g Frischpilz lediglich 30g Trockenmasse übrig. Die 30 g Trocken-Shiitake entsprechen ca. 90 KAPSELN SHIITAKE PULVER.

Manche Pilze, wie Cordyceps, sind schwer zu kultivieren, und die Pilze aus der Wildsammlung schwer zu finden bzw. zu verarbeiten.

3 – Was zeichnet die MOONAMAR-Produkte aus?

Da alle Produktionszyklen bei uns selbst oder bei dem „Mushroom Production Center“ aus Österreich liegen, können wir einen Qualitäts- und BIO-Standard garantieren. Wir haben Konditionen geschaffen, die es uns ermöglichen alle Produktionsschritte zu überwachen und transparent darzustellen.

  • Substrat
    Verunreinigungen im Substrat (Nährboden) werden im Fruchtkörper konzentriert abgespeichert – darum ist Bio zertifiziertes österreichisches Substrat so wichtig.
  • Spore
    Außer BIO-Qualität garantieren wir auch genmanipulationsfreie Stämme.
  • Brut
    Während der Brutphase werden die Inhaltsstoffe (Wirkstoffe) gebildet. Daher überwachen wir genau den Brutprozess und optimieren die Bedingungen für die Reifung der Vitalpilze.
  • Frucht
    In der Fruchtungsphase besteht die höchste Kontaminationsgefahr und werden weitere wichtige Inhaltsstoffe (z.B. Vitamin D3) gebildet. Das ist bei uns und unseren österreichischen Partnern die betreuungsintensivste Phase.
  • Verarbeitung
    Wir und unsere Partner verarbeiten unmittelbar nach der Ernte die Pilze und sorgen in der Weiterverarbeitung für schonende Rahmenbedingungen.

Unser Pilz-Kompetenz-Netzwerk

1 – Warum wird bei uns auf MRCA hingewiesen?

Weil das MRCA die genetische Basis für alle von Mush-Room erzeugten Produkte darstellt. Für MOONAMAR stellt der Hinweis auf MRCA ein wertvolles Qualitätssiegel ar.

2 – Wer ist die MRCA?

MRCA (Mushroom Research Center Austria) ist unser Partner mit Sitz in Innsbruck. Das in Österreich und Mitteleuropa einzigartige Forschungszentrum betreibt Grundlagenforschung, sowie die umfangreiche und exemplarische Kultivierung von Speise- und Medizinalpilzen. Ziel ist, in gemeinsamen Projekten mit renommierten Universitäten und Instituten aus dem In- und Ausland die Welt der Pilze systematisch wieder zu entdecken. Damit reagieren wir auf das allgemein steigende Interesse an Pilzen, vor allem an den sogenannten Vitalpilzen.

3 – Wie arbeitet die MRCA?

Die MRCA steht für herausragende Kompetenz in der Zucht von Pilzen. Das MRCA forscht seit 20 Jahren in der Pilzwelt und ist in der Lage, über 400 höhere Pilzarten zu züchten. Die MRCA verfügt über eine in flüssigem Stickstoff gelagerte Pilz-Sporen-Bank, die weltweit zu den umfangreichsten gehört. Damit sind wir in der Lage, Speisepilze aber auch “Arbeitspilze” zu züchten, die in EU manchmal gar nicht zu finden sind.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN Wissenswertes über die Herstellung der Pilzprodukte